… der B Ä R L A U C H ist da …

FRÜHLINGSERWACHEN

                                             und bei uns sprießt der Bärlauch schon in der Au

Hier möchte ich Euch einige wichtige INFOS über den Bärlauch geben und Euch an Hand von Fotos auch vor einer Verwechslung mit anderen giftigen Pflanzen warnen …

 

Deutscher Name: BÄRLAUCH  (Waldknoblauch)
Wissenschaftl. Name: Allium ursinum
Familie: Liliengewächse
Vorkommen/Fundort Auwald, Laubwald,  entlang d. Triesting
Blütezeit: Monat 5-6
Sammelzeit: Monat 3-5
Sammelgut: Blatt, Knospe           frisch/getrocknet
Lebensdauer: mehrjährig
Verwendung als: Suppe, Kräuterbutte, Salz, Tinktur, Öl, Essig, roh im Salat, eingelegte Knospen
Anwendung bei: Atemwege, Leber, Galle, Magen, Darm, reguliert Blutdruck, Aterienverkalk. Choleste.
Heilwirkung: Antibakteriell, anregend, regulierend, siehe Knoblauch,
bei Eisenmangel essen!
Inhaltsstoffe: Alicin, Aliin, Flavonoide, Lectine, Eisen
WICHTIG – VORSICHT VERWECHSLUNGSGEFAHR ! starker Knoblauchgeruch, pro Zwiebel 1 Blatt, nicht verzweigt

 

Der Bärlauch kann leicht mit Giftpflanzen verwechselt werden:

Wichtig zu wissen:

Der Bärlauch hat 1 Blattader in der Mitte die man sehr gut sieht

Jedes Blatt hat einen eigenen Stiel

Das Blatt umfaßt nicht den Stiel

Die Blüte ist oval, weiß und steht „kerzengerade“

 

 

Aronstab – Bärlauch im Vergleich

Der Aronstab ist ein eher dickliches Blatt mit vielen Blattadern.

Das Schneeglöckchen hat viel zartere, schmale Blätter, und natürlich hat es die „Glöckchen“.

Die Maiglöckchen blühen erst später, haben die typischen herunterhängenden Glöckchen, 2 Blätter an einem Stiel, noch dazu die rötliche Blattscheide (dort wo der Stiel aus der Erde kommt), die Blätter umwickeln den Stiel.  Kein Knoblauchgeruch.  (wenn man mehrere Blätter isst, kommt es zu Herzrhythmusstörungen u. Übelkeit)

Die Herbstzeitlose blüht erst im Herbst. Sie hat keinen Knoblauchgeruch, mehrere Blätter kommen aus einem Stiel und umfassen diesen Stiel, die Blätter sind viel länger als Bärlauchblätter und der Mittelnerv ist nicht so stark ausgeprägt wie beim Bärlauchblatt.  (50 Blätter können den Tod bedeuten)

 

R E Z E P T E

Das Bärlauchpesto:

.. natürlich kann man auch einen Bärlauchaufstrich  machen:

  • Topfen
  • Sauerrahm od. Naturjoghurt od. Creme Fraiche (eher wenig zu Anfang)
  • Kräutersalz, Pfeffer, ev. Chilipulver
  • Bärlauch klein geschnitten
  • alles pürieren  – die Masse sollte dann schon grünlich sein

Bärlauchbutter:

  • hier mischt man einfach weiche Butter mit klein geschnittem Bärlauch
  • würzt mit Salz, Pfeffer

Bärlauchsuppe:

  •  3 -4 Hand voll Bärlauch waschen, klein Hackeln
  • 2 Zwiebel klein schneiden dann in Butter anschwitzen,
  • mit Mehl abstauben,
  • mit 1/2 L Gemüsesuppe ablöschen, 1/8 L Weißwein hinzufügen,
  • köcheln lassen,  den Bärlauch hinzugeben,
  • mit Kräutersalz, Pfeffern, eine Prise Muskatnuss,  etc. würzen
  • pürieren,
  • dann mit Rahm /Obers /Creme Fraiche je nach Geschmack verfeinern
  • und nett anrichten ev. noch ein „Schlagobershauberl“ draufsetzen.

Bärlauchsalz:

  • Bärlauchblätter trocknen lassen
  • im Mörser zerkleinern dies gemeinsam mit Natursalz
  • Fertig!

Bärlauchkapern:

hiezu legt man die noch nicht offenen Blütenköpfe in einem guten,  qualitativ hochwertigen (Oliven)Öl ein.  (Sehr knobelig)

 

Auch die Samen des Bärlauchs kann man als Bärlauchpfeffer gut verwenden:

Einfach die Blüten verblühen lassen, wenn sich dann die kleinen grünen Kugerln gebildet haben diese ernten – schmecken scharf und können als Pfeffer „der anderen Art“ verwendet werden.

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Woher kommt der Name BÄRLAUCH?

Drei Tiere waren es, die unsere frühen Vorfahren
besonders beeindruckten und vor denen sie Angst hatten: der Bär, der Wolf und der Fuchs;

Der Bär galt bei unseren Vorfahren als ein fruchtbarkeitsförderndes
Krafttier,
er galt als  ein kraftvolles Urwesen .

Der Bär als Fruchtbarkeitstier ist noch heute in unserem Wort „ge-bären“ enthalten.

Durch den Verzehr dieser Pflanzen wollte man sich die Kräfte dieser „Bärenpflanzen“ einverleiben

Noch heute tragen viele Heilpflanzen die Namen der germanischen Seelentiere: 

Bärlauch, Wolfsbeeren, Wolfsmilch, Wolfsdistel, Fuchsbeeren,
Fuchssalbenkraut, Fuchswurz, Bärwurz, Bärlapp, Bärenklau

 

Viel Spaß beim Sammeln und verarbeiten!

.. und vorsichtig und langsam sammeln, immer Blatt für Blatt dann kann man kontrollieren ob nicht doch eine andere Pflanze mitgepflückt wurde…

 

Eure Ringelhex

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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