Der GIRSCH

Hier vorab ein paar Informationen zu dieser – von Gärtnern oft als „Unkraut“ beschimpften – Pflanze:

Als Wildgemüse dürfte Giersch schon in der Steinzeit gegessen worden sein

Deutscher Name: GIERSCH
Wissenschaftl. Name: Aegopodium podagraria
Familie: Doldenblütler = Apiaceae
Vorkommen/Fundort Au- u. Laubwald, Garten, Wiesen, entlang d. Triesting, Schönauer Teiche, feucht/schattig
Blütezeit: 6-7
Sammelzeit: 4-7
Sammelgut: Blatt, frisch/getrocknet / Blüte bei Rheuma
Lebensdauer: mehrjährig
Verwendung als: Suppe, Salz, roh im Salat, Tee, Saft, Spinat
Anwendung bei: Gicht, Rheuma, Blasenentzündung, Verdauung, entwässernd,  vermindert Harnsäure
Heilwirkung: antirheumatisch, entzündungshemmend, harnsäurelösend, beruhigend, leicht abführend
Inhaltsstoffe: Äth. Öl, Chlorogensäure, Cumarine, Harz, Flavonolglykoside, Hyperosid, Isoquercitrin, Kaffeesäure, Kalium, Phenolcarbonsäuren, Polyine, Vitamin C

Bei uns im Garten wächst er natürlich auch schon, aber im Gegensatz zu vielen anderen Gartenbesitzern, freue ich mich über dieses Grün!

R E Z E P T E

G I R S C H – DUDLER

1 Liter Apfelsaft
1/2 Liter Mineralwasser
1 Zitrone(n)
einige Blätter von Girsch, Gundermann, Pfefferminz und Zitronenmelisse

Zitronen schneiden, Kräuter in den Apfelsaft geben, einfach einige Stunden im Kühlschrank ziehen lassen  mit Mineralwasser aufgießen – schmeckt herrlich !

 

GIRSCH-AUFSTRICH

man nehme:

etliches an jungen Wildkräutern:

Kräuter (z.B. Giersch, Bärlauch, Gundermann, Scharbockskraut, Löwenzahnblätter

150 g   Joghurt

250 g  Topfen

Salz, Pfeffer, etwas Knoblauch, 1/2 Zwiebel

Die Kräuter fein schneiden, Topfe mit Joghurt und Zwiebeln verrühren. Den Knoblauch mit Salz zerreiben und zusammen mit den Kräutern unterrühren, fertig!

 

BUNTE FRÜHLINGSBÄLLCHEN

500 g Topfen
75 g Parmesan, fein gerieben
Pfeffer/ Paprika / Knoblauch / Salz (je nach Geschmack)
Schabzigerklee, getrocknet, gemahlen
1 Handvoll weiße Blüten,  (Gänseblümchen, weiße Taubnessel,  Bärlauch, …)
1 Handvoll gelbe Blüten, (Huflattich, Löwenzahn, Goldnessel, Raps, …)
1 Handvoll rote Blüten,(Lungenkraut, Rotklee, rote Taubnessel, Oregano, …)
1 Handvoll blaue Blüten (Gundermann, kriechender Günsel, Gamander-Ehrenpreis, Borretsch, …)
1 Handvoll Kräuter, kräftig grüne (Schnittlauch, Giersch, Rucola, Bärlauch, …)

Zubereitung:

  1. Topfen  gut abtropfen lassen
  2. Blüten nach Farben  trennen und jede Farbe auf ein eigenes Tellerchen geben, dann die Blütenblätter abzupfen und klein hacken
  3. Topfen und Parmesan (oder Frischkäse) verrühren, abschmecken in 5 Portionen teilen und mit leicht feuchten Händen kleine Kugeln formen
  4. diese Kugeln in den den Blütenblättern rollen
  5. auf saisonalen Salatblättern anrichten

Selbstverständlich kann man auch andere essbare Blüten verwenden:
Ackerstiefmütterchen, Frauenmantel, Gewürztagetes, Kapuzinerkresse, Mohn, Königskerze, Kornblume, Malve, Obstbaumblüten, Ringelblume, Rosmarin, Salbei, Schafgarbe, Schlüsselblume, Schnittlauch, Senf, Thymian, Veilchen, Wegwarte, Ysop

GIRSCH – SALZ

einfach viel Girsch sammeln und klein Hacken, gemeinsam mit einem guten groben Salz entweder in einen Mörser oder einen „Zerkleinerer“ geben, dann auf ein Blech mit Backpapier und bei leicht geöffneter Backofentüre bei 50 Grad trocknen lassen …

(wenn das Salz trocken ist, allenfalls nochmals leicht mörsern damit es ganz fein wird).

 

weitere Verwendung von Girsch:

Frühjahrsteekur/ od. gegen Rheuma und Gicht:

2 Esslöffel auf 250 ml Wasser. Kraut mit dem heißen Wasser übergießen, 5 Minuten ziehen lassen und abseihen.

Der Tee aus dem getrockneten Kraut hilft gegen Gicht und Rheuma.

Für eine Frühjahrskur kann man statt dem getrockneten Kraut die frischen Triebe in gleicher Menge nutzen.

Umschlag gegen Insektenstiche:

Praktisch ist das zerquetschte Kraut bei Wanderungen gegen Insektenstiche.

 

 

Eure  Ringelhex

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