aktueller Impfplan

Vorbedingungen für jede Impfung:

Es dürfen nur klinisch gesunde Tiere geimpft werden.
Ihr Tierarzt kontrolliert den Gesundheitszustand Ihres Tieres anläßlich der Impfung.

Auch ein eventuell vorhandener Parasitenbefall muß unbedingt vorher beseitigt werden ! Ihre Katze sollte daher ca. 14 Tage vor der Impfung entwurmt werden. ( bzw. mittels Kotuntersuchung getestet werden …)

Empfehlung für Besitzer:

Jede Katze sollte gegen die gefährlichen Virusinfektionen Panleukopenie (Katzenseuche) und Katzenschnupfen geimpft werden. Bei Freigängern ist zusätzlich die Impfung gegen Tollwut und das Katzenleukämievirus („Katzenleukose“) wichtig.

Die Grundimmunisierung:

8. – 9. Woche                                    Katzenseuche/Schnupfen

12. – 13. Woche                                Auffrischung Teil 1 *

16. Woche                                        Auffrischung Teil 2

mit 1. Jahr                                       Grundimmunisierung abgeschlossen

* Allerdings ist in diesem Alter bei Katzen mit guter Versorgung mit mütterlichen Antikörpern (z. B. Welpen aus Beständen mit erhöhtem Infektionsrisiko, von gut geimpften Müttern etc.) häufig noch keine Immunantwort zu erwarten, darum Auffrischungsimpfung Teil 2

 

Impfung Tollwut:

mit vor der 12. Lebenswoche                   1. Impfung

4 Wochen später                                        2. Impfung

1 Jahr später                                              Grundimmunisierung abgeschlossen

(Impfungen halten 2-3 Jahre – siehe Angaben vom Hersteller)

Es ist aber darauf zu achten, daß manche Länder verschärfte Impf/Einreisebestimmungen haben, bitte vorher erkundigen!

 

in weiterer Folge:

Gegen Panleukopenie alle 3 Jahre (in speziellen Situationen ev. öfter), gegen Katzenschnupfen alle 1-2 Jahre (je nach individueller Situation), gegen Katzenleukämie und gegen Tollwut je nach Impfstoffhersteller-Empfehlungen durchgeführt werden.
Eine Anpassung dieser Richtlinien ist je nach verwendetem Impfstoff und individueller Situation des Impflings durch den behandelnden Tierarzt/die behandelnde Tierärztin erforderlich.

Department für Pathobiologie Veterinärmedizinische Universität Wien
Klinische Virologie Institut für Immunologie ao.Prof. Dr. Karin Möstl

 

persönliche Anmerkung:

Ich habe einige Bücher gelesen und ich kann aus meinen persönlichen Erfahrungen als ehemalige Züchterin nur Nachfolgendes empfehlen:

Auf Mischspritzen und Mehrfach-Impfungen soll weitgehend verzichtet werden. Das heißt, es sollen nicht alle Impfungen mit einer einzigen Spritze und an einer einzigen Stelle gegeben werden, auch wenn es für Tierarzt und Patient so am bequemsten ist und am schnellsten geht. Je mehr Impfungen auf einmal, desto höher das Sarkom(Tumor)risiko.

Wohin soll geimpft werden:

Die Impfung gegen Seuche und Schnupfen soll an der seitlichen Brustwand verabreicht werden,

die Impfung gegen Tollwut am rechten Hinterbein (rabies = r = rechts) und

die Impfung gegen das feline Leukämievirus (FeLV) am linken Hinterbein (LV = l = links).

Ein Bein kann zur Not amputiert werden, um dem Tumorwachstum Einhalt zu gebieten. Katzen können auf drei Beinen prima leben.

Zwischen den Schultern sollte überhaupt nicht mehr geimpft werden, da man einen Tumor dort nur sehr schlecht operieren kann.

Fallen Sie dem Arzt in den Arm, wenn er zwischen den Schulterblättern impfen will !!!!